
PROFIL
Susanne Plischke hat ihre stilistischen Wurzeln in der gegenständlichen Malerei.
Zunächst arbeitet sie realistisch bis fotorealistisch, wobei sie ihre Motive nah und stark vergrößert inszeniert.
Eine künstlerische Neuorientierung erfolgt 2024 – die Hinwendung zur Abstraktion.
Zwar bleiben die Malinhalte gegenständlich, werden von nun an aber frei umgesetzt: Formen werden aufgelöst, das Spiel der Farben steht im Zentrum. Der Gegenstand wird somit Ausgangspunkt statt Endpunkt des Werks.
Der Weg aus der realistischen Malerei in die Abstraktion ist, wie alle großen Veränderungen, nicht trivial und erfordert Mut. Wenn man etwas Neues anfängt, verlässt man erst einmal bekanntes Gebiet. Man muss sich neu orientieren, um schließlich zu neuer Sicherheit zu gelangen.
Der Prozess des Abstrahierens ist jedoch sehr spannend, denn dabei bleibt immer Raum für Überraschungen. Das Zufällige, Unvorhergesehene, wird zugelassen. So bleibt ein Pinselstrich zum Beispiel einfach stehen, eine Farbe wird kraftvoll neben eine andere gesetzt.
Dennoch folgt Susanne Plischkes Malerei einem Plan. Trotz der scheinbar spielerischen und zufälligen Wirkung ist alles wohlüberlegt.
Auf eine Phase floral inspirierter Werke folgt eine Serie ganz anderer Art: Susanne Plischke begibt sich auf einen Streifzug durch die Kunstgeschichte und landet im Rokoko. Sie ist begeistert von seiner lebhaften Fröhlichkeit und besonders von seinen Farben. Beides inspiriert sie dazu, sich Werke berühmter Künstler dieser Epoche, wie François Boucher, Jean-Honoré Fragonard und Francesco Fontebasso, vorzunehmen, neu zu interpretieren und so in unsere Zeit zu übertragen.
Dabei entwickelt sie eine ganz eigene Bildsprache, die sich fortan durch
ihr Werk zieht: Wenn Farben tanzen!
CURRICULUM VITAE
1957 geboren in Düsseldorf.
Nach dem Abitur Ausbildung zur Film- und Fernsehcutterin (SDR, Süddeutscher Rundfunk Stuttgart, heute SWR).
Studium der Betriebswirtschaftslehre.
Auslandsaufenthalte in Japan (Kobe, 5 Jahre) und USA (Stamford/CT, 2 Jahre).
2022 Erwerb der Mitgliedschaft im BBK, Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler München und Oberbayern e.V.
2023 Erwerb der Mitgliedschaft in der MKG 1868 Münchner Künstlergenossenschaft königlich privilegiert 1868.
Lebt und arbeitet im Chiemgau / Oberbayern.
Vertreten durch Galerie Frey / Germering.