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Ganz anders die Thematik bei Susanne Plischke.

 

Hier begegnen uns die persönlichen Gegenstände der Künstlerin.

Alltagsgegenstände aus unserer westlichen Welt, konfrontiert mit Objekten aus Japan, leiten den Betrachter in die Welt der Stillleben.

Die Künstlerin hat mit ihrem Mann  und ihren Kindern einige Jahre in Japan verbracht, daher sind die fernöstlichen Bildmotive, die uns in einigen Werken begegnen werden, ein Teil ihrer eigenen Erfahrungswelt. 

Die Bildthematik, das Stillleben, hat eine althergebrachte Tradition und ist uns vor allem durch die Alten Meister in Holland, Deutschland und Italien des 17. Jahrhunderts bekannt.  An sie lehnt sich die Künstlerin an, verändert aber die Ikonographie und die Komposition der Darstellung.

Edles japanisches Geschirr, ein Sakegefäß, rote Lackdosen, blau-weiße Schalen und Teekannen stammen aus Fernost. Altes Geschirr aus der Familie, Platten, Zuckerdose und Studien an Hortensien kommen hinzu.

S.P. zeigt fest angeordnete, komponierte Motive. Nichts überläßt sie dem Zufall. Sie ordnet ihre Motive, reich an Details, zu einem Miteinander auf höchst ästhetischer Ebene. Es gibt keinen Höhepunkt in der Darstellung noch eine Symbolik sondern ein gleichwertiges Miteinander der Sujets. Sie verschiebt die Gegenstände gern aus dem Bildmittelpunkt an eine Bildseite und stellt nur den Ausschnitt eines Gegenstandes dar. Susanne Plischke hat eine Vorliebe für Ausschnitte, die sie durch heranzoomen und vergrößern der Details wie Nahaufnahmen konstruiert. Somit bringt sie Spannung in die Darstellung.

Der Farbhintergrund bleibt in Farbe und Fläche zurückhaltend und hebt so das dargestellte Objekt hervor.

Für die Künstlerin ist die Farbe essentiell. Ihre Arbeiten faszinieren durch gekonnte Farbmischungen in Öl, die auf einer reduzierten Farbpalette entstehen: 2 Rottönen,
2 Blautöne, die mit Ocker, Weiß, Gelb und Braun gemischt werden. Mehr benötigt sie nicht. 
Es entstehen Kompostionen aus Grün mit Rosa bis Aubergine. Sie werden mit anderen Farbtönen im Zusammenhang gesetzt. Ein herbstliches Farbspiel bei den Hortensien und ein frühlingshaftes Farbspiel von angeschnittenen Rosen mit grünen Blättern auf weißem Stoff. Genauso gekonnte Farbtöne finden wir in den Bildern mit den Vasen und Bechern in weiß-grau. Sie kombiniert hier grüne Vasen zu einem harmonischen Miteinander. Ihre Farbkompositionen bestechen das Auge.

Es ist also die detailgenaue Wiedergabe einzelner Bildausschnitte und das Zusammenspiel der Farbmischungen, die zu ihrem ganz persönlichen Realismus führen. Es könnte technisch nicht besser ausgeführt sein.

(…) Susanne Plischkes Motive (…) sind Gegenstände des Alltags, die sie allesamt auf einen Thron emporhebt und die für Intimität, Nähe und Zeitlosigkeit stehen. (…)

Dr. Carolyn Renz

Laudatio zur Ausstellungseröffnung "Bewegte Stille", Stadtgalerie Freilassing,

17. August 2023

Zwei Zeitfänger in der Stadtgalerie (…) 

Freilassing. (…) Susanne Plischke (…) [verortet] sich und ihre Kunst (…) in der "realistischen Malerei" (…) [und] konzentriert sich (…) mit ihren Stillleben auf den privaten Raum. Durch große Nähe, den gewählten Bildausschnitt und ruhige sowie unscheinbare Hintergründe erzeugt sie eine intensive, intime, (…) ruhige Atmosphäre. 

(…) Zu betrachten sind ihre Werke bei der Ausstellung "Bewegte Stille" in der Stadtgalerie Freilassing. Vernissage ist am Donnerstag (…), 17. August, die Ausstellung hat dann noch bis 27. August geöffnet. (…) – sli

Sebastian Lippert

Freilassinger Anzeiger, 181, 8.8.2023Lokales, S. 25

Mehr Symbolik als auf Anhieb ersichtlich

 

Realistische Malerei in der Stadtgalerie – Ausstellung "Bewegte Stille"
von 25. bis 27. August

Freilassing. Auch wenn es sich bei der Ausstellung "Bewegte Stille" um realistische Malerei handelt, gibt es Hintergründe zu entdecken. Es lohnt sich, über die Motive nachzudenken. Schon der Titel der Ausstellung ist auf mehreren Ebenen symbolträchtig (…) Kunst der lyrischen Sprache ergänzt (…) bildende Kunst. 
3. Bürgermeister und Kulturreferent Wolfgang Hartmann begrüßte und stellte die (…) [Künstlerin] vor, die (…) [Mitglied] im Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler München und Oberbayern e.V. (…) [ist]. 
(…) In ihrer Laudatio beschrieb Dr. Carolyn Renz die Werke und die darin behandelten Themen und Fragestellungen. (…)

Susanne Plischke aus dem Chiemgau (…) malt Alltags- oder persönliche Gegenstände als Stillleben (…). Darunter gibt es edles Kaffeegeschirr oder Teekannen aus Fernost
zu sehen, aber auch Studien an Hortensien und Rosen. Sie rückt das Schöne und Persönliche ins Blickfeld. 
(…) Die Wahl der Motive, die technische Perfektion, die perspektivische Arbeit (…) und die daraus entstehende Botschaft führen zu mehr Symbolik als auf den ersten Blick ersichtlich.

 

Brigitte Janoschka 

Freilassinger Anzeiger, 21.08.2023 

KVD Schlossausstellung, Ausflug ins Blaue

Die Sommerausstellung der Künstlervereinigung Dachau präsentiert sich heiter
und vielseitig. Zu sehen sind einige recht ungewöhnliche Arbeiten von Gastkünstlern. Ungeachtet des Titels "blau machen" geht es um weitaus mehr als um
das süße Nichtstun.

(…) Mehr als 180 Künstlerinnen und Künstler aus ganz Bayern und darüber hinaus
hatten sich bei einer Ausschreibung der KVD beworben, 30 wurden ausgewählt, mehrheitlich machten Gastkünstler das Rennen. Nicht nur die Zahl der Bewerbungen, auch die Qualität der Arbeiten hat die Jury überrascht. (…)


Gregor Schiegl

Süddeutsche Zeitung online

11. August 2023

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"Bewahrt" und "Glück" gehören zu einer Reihe von Arbeiten zum Thema Erinnerungen. Der links abgebildete Gegenstand stammt aus Japan, wo die Künstlerin Susanne Plischke mehrere Jahre gelebt hat.

Rechts "Saphir" von der Münchner Malerin Petra Levis.

 

Foto: Toni Heigl 

Text: Gregor Schiegl

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